Mona Habib, die orientalische Tänzerin

Stellt sie auf roten Samt
und malt die Venus noch einmal.
Mit dem Schwung ihrer vibrierenden Hüfte
verweist sie jedes diätgeformte Laufstegideal
in seine blutleeren Schranken
bringt sie Unordnung in ehrenhaft ergraute Köpfe
verführt zu Gedanken, die man nur zögernd wagt -
und ihre Augen erzählen arabische Märchen.

Sie hat die Macht
die Männer niemals haben werden.
Und den Beifall nimmt sie wie ein Geschenk.

(Ursula Halbe nach einer Show in der K-Galerie, München)